Posaunenchor Lippstadt 2017 Juni webIm Rahmen des Reformationsfestes der Evangelischen Kirchenkreise Arnsberg und Soest luden die Kreiskantoren Annette Arnsmeier und Roger Bretthauer gemeinsam mit dem Posaunenchor Lippstadt am vergangenen Wochenende zu „Wie im Himmel - offenes Singen einmal anders“ ein. Jung und Alt hatten sich am Samstagnachmittag in der Schützenhalle Körbecke am Möhnesee versammelt.

Die „ambitionierten Sänger“, die bereits in einem Chor singen, waren natürlich zahlreich vertreten. Roger Bretthauer freute sich aber ganz besonders, diejenigen begrüßen zu dürfen, die von sich selbst behaupten, gar nicht singen zu können, es aber trotzdem gerne und aus vollem Herzen tun.

Einstudiert und gemeinsam gesungen wurden vor allem neuere Lieder aus dem Liederbuch „freiTöne", die die Gäste begeisterten. Der Posaunenchor unterstützte die Sängerinnen und Sänger. Die Halle war nach kurzer Zeit erfüllt von lateinamerikanischen Klängen, viel Rhythmus, lautem Gesang und strahlenden Gesichtern.

Zwischendurch überraschten und begeisterten die Musiker mit instrumentalen Einlagen. Auf der großen Bühne bot sich ein beeindruckendes Bild. Der Posaunenchor Lippstadt war in beinahe voller Besetzung mit über 30 Bläserinnen und Bläsern nach Körbecke gereist. Der jüngste Bläser auf der Bühne war 14 Jahre alt, der älteste über 70. In den Startlöchern für den Sprung in den großen Chor stehen bereits weitere Musiker aus den Nachwuchsgruppen.

Mit „Gabriella`s Song“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“ und dem wunderschönen Chorstück „Der Herr segne und behüte dich“ von dem englischen Komponisten John Rutter verzauberten die Musiker die Gäste. Der Posaunenchor zeigte sich aber auch von einer anderen Seite. Besonders die Piratenmusik aus „Fluch der Karibik“, das durch Frank Sinatra bekannt gewordene „New York, New York“ und der Titelsong aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber issen die Zuhörer von ihren Sitzen.

Am Ende forderten sie mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovation zwei Zugaben. Walter Niebur an der Trompete und Markus Visarius an der Posaune intonierten sehr einfühlsam die Solostimmen der Brass-Serenade von Thomas Riegler, bevor sich der Posaunenchor Lippstadt zum Abschluss noch einmal in die Weiten der Ozeane begab und mit „He's a Pirate" aus „Fluch der Karibik“ die Halle erneut zum Beben brachte. Am Ende waren sich wohl alle einig. Posaunenchor heißt längst nicht mehr langweilig und altmodisch.

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