hartmann tschense maske webUnter Maßgaben des Infektionsschutzes bereitet die Evangelische Kirchengemeinde Lippstadt die Wiederaufnahme der Gottesdienste in den Kirchen vor. Dabei lässt sie sich bewusst Zeit, um die vorgeschriebenen, umfangreichen Schutzmaßnahmen dem Gottesdienst angemessen umzusetzen. Ab dem 21. Mai werden in Lippstadt wieder evangelische Gottesdienste gefeiert.

„Wir freuen uns, dass sich nun wieder Menschen in unseren Kirchen versammeln können“, sagt Alexander Tschense, Vorsitzender des Presbyteriums. „Das Presbyterium hat die Wiederaufnahme unter Berücksichtigung des vorgeschriebenen Schutzkonzeptes auf den Weg gebracht. Wir wissen dabei um unsere Verantwortung für Besucher und Mitarbeitende.“ Maßgeblich hierfür sind die Eckpunkte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmt wurden. Demnach sind markierte Bänke und Stühle im Kirchraum so zu stellen, dass ein Abstand von anderthalb bis zwei Meter zwischen zwei Personen gewährleistet ist. Wer zu einem Hausstand gehört, darf näher zusammenrücken. Auf dieser Grundlage ergibt sich dann die Zahl derer, die maximal an einem Gottesdienst teilnehmen können. Für das kontrollierte Betreten und Verlassen der Kirche wird ein Leitsystem entwickelt, dass sich durch entsprechende Hinweisschilder erklärt. Zusätzlich steht ein Team von Gottesdienstbegleitern für Fragen und Hilfestellung bereit. Vor dem Betreten und Verlassen der Kirche besteht die Möglichkeit, die Hände zu desinfizieren. Um zukünftige Infektionsketten nachvollziehen zu können, müssen die Teilnehmenden in eine Liste eingetragen werden, die nach vier Wochen entsorgt wird. Zum gegenseitigen Schutz muss auf Berührungen bei der Begrüßung oder beim Friedensgruß verzichtet werden. Verbindlich für die Teilnahme am Gottesdienst ist nach aktuellem Stand das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. Gemeindeglieder werden gebeten, diesen ebenso mitzubringen wie ein eigenes Gesangbuch, auch wenn auf das gemeinsame Singen verzichtet werden muss, da es das Infektionsrisiko nachweislich erhöht. Dies trifft auch für die Begleitung eines Chores und des Posaunenchores zu. „Unter diesen Bedingungen Gottesdienste zu feiern, ist ungewohnt und fühlt sich seltsam an und es gab einige kritische Stimmen, ob das der Würde eines Gottesdienstes entsprechen kann.“, so Alexander Tschense. Entsprechend behutsam hat das Presbyterium die Wiederaufnahme der Gottesdienste auf den Weg gebracht. Einstieg wird an Himmelfahrt, 21. Mai, ein ökumenischer Gottesdienst im Autokino in Zusammenarbeit mit Reinhard Horn und am 24.Mai ein Freiluftgottesdienst im Kurpark Bad Waldliesborn sein. Am Pfingstwochenende, vom 30. Mai bis zum 1. Juni, wird in drei Kirchen Gottesdienst gefeiert. In Cappel soll dies am Pfingstsonntag ebenfalls unter freiem Himmel passieren. Ab Juni sind dann regelmäßige Gottesdienste an allen Predigtstätten vorgesehen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir auch unter diesen besonderen Bedingungen als Gemeinde Gottesdienste feiern, die etwas von der Menschenfreundlichkeit Gottes widerspiegeln. Bei der Vorbereitung und der Gestaltung vertrauen wir auf Gottes Gegenwart, für die es keine Abstandregeln gibt “, so Pfarrer Thomas Hartmann. An die guten Erfahrungen der letzten Wochen mit Videoandachten, Podcasts und Briefkastenpredigten soll angeknüpft werden. Diese Angebote sind eine verheißungsvolle Ergänzung zu den gewohnten Gottesdiensten und werden fortgeführt. Sie bieten auch den Menschen eine Teilnahme am gottesdienstlichen Geschehen in Lippstadt an, die zum Beispiel aus Sorge um ihre Gesundheit entscheiden, in der aktuellen Phase nicht an den Gottesdiensten in den Kirchen teilzunehmen.

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